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News


Eigenbedarf: Es kommt auf die Vorstellungen der Bedarfsperson an
Unzulässige Vorratskündigung
16.06.2021 GE 10/2021, S. 604 - Für die Beurteilung, ob es sich bei einer Eigenbedarfskündigung um eine unzulässige Vorratskündigung handelt, ist in den Fällen, in denen der Vermieter den Eigenbedarf nicht für sich selbst, sondern für Familie und Haushaltsangehörige geltend macht, auf die Vorstellungen der Bedarfsperson und nicht auf die Vorstellungen des Vermieters abzustellen.
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Haftung des Vermieters für Feuchtigkeitsschäden wegen unzureichender Aufklärung des Mieters?
Schimmelpilzbildung wegen unzureichender Lüftung
14.06.2021 GE 10/2021, S. 601 - Wenn in einer Wohnung Feuchtigkeitsschäden (Schimmel) auftreten, hat nach ständiger Rechtsprechung zunächst der Vermieter nachzuweisen, dass kein Baumangel vorliegt; ist das der Fall, spricht die Vermutung dafür, dass der Mieter durch sein Wohnverhalten den Schaden verursacht hat. Eine neue Variante hat jetzt das Landgericht Berlin gefunden: Ein allein vom Vermieter zu verantwortenden Sachmangel liege auch im Fall eines nicht auf bauseitige Ursachen zurückzuführenden Schimmelbefalls der Mietsache vor, wenn das dem Mieter als Anlage zum Mietvertrag übergebene Informationsblatt „zum richtigen Lüftungsverhalten zur Vermeidung von Schimmelbildung“ unzureichend und ein daran ausgerichtetes Lüftungsverhalten für den Schimmelbefall ursächlich war.
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Darlegung der Beschwer
WEG – Nichtzulassungsbeschwerde
11.06.2021 GE 9/2021, S. 540 - Innerhalb der laufenden Begründungsfrist für die Beschwerde gegen die Nichtzulassung der Revision muss ein Wert der erstrebten Änderung des Berufungsurteils höher als 20.000 € glaubhaft gemacht werden.
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Unbestimmte Mietzahlung durch Dritte keine Erfüllung
Tilgungsbestimmung nicht klar
09.06.2021 GE 9/2021, S. 534 - Erfolgt die Mietzinszahlung nicht durch den Mieter selbst, sondern durch Hilfspersonen oder Dritte, tritt Erfüllung nur ein, wenn die Zahlung unter Abgabe einer für den Vermieter nachvollziehbaren Tilgungsbestimmung erfolgt.
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Keine Berufung für Mieter
Duldungspflicht für Rauchmelder
07.06.2021 GE 9/2021, S. 533 - Die Berufung ist nur zulässig, wenn der Wert des Beschwerdegegenstandes 600 € übersteigt. Das ist bei der Verurteilung eines Mieters zur Duldung der Anbringung von Rauchmeldern regelmäßig nicht anzunehmen.
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Verdacht der Tötung des Vermieters rechtfertigt fristlose Kündigung
Adaption aus dem Arbeitsrecht
04.06.2021 GE 8/2021, S. 476 - Besteht gegen den Geschäftsführer des Mieters der dringende Tatverdacht, den Vermieter getötet zu haben, rechtfertigt dies eine fristlose Kündigung des Mietverhältnisses über Gewerberäume. Die Grundsätze der Verdachtskündigung aus dem Arbeitsrecht können auf das gewerbliche Mietrecht übertragen werden, so dass es hier nicht des Beweises einer schweren Pflichtverletzung bedarf.
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Gebäudeabriss notwendige Erhaltungsmaßnahme?
Zerstrittene Eigentümergemeinschaft
02.06.2021 GE 8/2021, S. 475 - Können sich zwei Miteigentümer nicht über Verwaltungsmaßnahmen einigen, muss das Gericht entscheiden. Das OLG Dresden urteilte: Der Teilabriss eines (auch noch denkmalgeschützten) Gebäudes kann eine notwendige Erhaltungsmaßnahme sein.
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Corona
Ladengeschäft geschlossen
01.06.2021 - Bis alle Mitarbeiterinnen geimpft sind, öffnen wir den Laden noch nicht. Wir bitten um Ihr Verständnis. Wir sind aber telefonisch und per eMail erreichbar und liefern Bestellungen aus (per Post oder DHL).
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Schadensersatzanspruch wegen unberechtigter Räumung – selbst wenn das JobCenter die Miete zahlt
Vorsicht bei einer Vollstreckung vor Rechtskraft des Urteils
31.05.2021 GE 8/2021, S. 470 - Wartet der Vermieter die Rechtskraft eines nur vorläufig vollstreckbaren Räumungsurteils nicht ab, trägt er vollständig die Gefahr einer unberechtigten Vollstreckung; auf die Richtigkeit des aufhebenden oder abändernden Urteils kommt es nicht an. Ein Schadensersatzanspruch des Mieters aus unberechtigter Räumungsvollstreckung scheidet auch nicht von vornherein deshalb aus, weil die Miete für die neue Wohnung – wie für die vorherige – vom JobCenter gezahlt wird.
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Kein Formverstoß, kein Zahlungsverzug: Störung der Geschäftsgrundlage
Kündigung eines Hotelmietvertrages
17.05.2021 GE 8/2021, S. 473 - Nach wie vor werden Schriftformverstöße bemüht, um die ordentliche Kündigung eines längerfristigen Mietvertrages zu rechtfertigen. Mietrückstände berechtigen hierzu natürlich auch; allerdings können wegen der Corona-Pandemie das Kündigungsmoratorium nach Art. 240 §§ 2 Abs. 1, 4 EGBGB sowie die Störung der Geschäftsgrundlage entgegenstehen. Diese Gesichtspunkte waren für eine Entscheidung des Kammergerichts maßgeblich, in der es um die Einstellung der Zwangsvollstreckung aus einem Landgerichtsurteil ging, durch das eine Hotelbetreiberin nach Kündigung des Vertrags zur Räumung verurteilt wurde.
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